B196

Was ist neu?

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 20. Dezember 2019 dem Verordnungsentwurf des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zugestimmt, mit dem Inhabern einer Fahrerlaubnis der Klasse B das Führen von Krafträdern der Fahrerlaubnisklasse A1 erleichtert wird. Damit wird an eine in Deutschland bis zum 31.03.1980 bestandene Regelung angeknüpft, nach der Inhaber einer Pkw-Fahrerlaubnis der damaligen Klasse 3, Leichtkrafträder – damals noch mit 80 ccm und bis 80 km/h – ohne Ausbildung und Prüfung fahren durften. Heute entsprechen die 80 ccm 125 ccm.

Deine Voraussetzungen

Du musst:

  • Die Fahrerlaubnisklasse B seit 5 Jahren besitzen
  • 25 Jahre alt sein
  • eine theoretische und praktische Schulung im Umfang von mindestens 13,5 Zeitstunden (9 Unterrichtseinheiten zu 90 Minuten) erfolgreich absolviert haben.

Ablauf

Nach der erfolgreichen  Fahrerschulung (mindestens 10 Fahrstunden á 45 Minuten) gehst Du mit der Bescheinigung sowie einem biometrischen Lichtbild, Personalausweis und Deinem Führerschein in die Führerscheinstelle – hier wird eine Gebühr von 50,90 € berechnet (darin enthalten ist die Eintragung der Schlüsselzahl 196, der neue Führerschein und eine vorläufige Fahrberechtigung).

Was noch
wichtig ist

Die Berechtigung wird durch die Eintragung der Schlüsselzahl 196 in Deinem Führerschein dokumentiert. Danach darfst du Krafträder (auch mit Beiwagen) mit einem Hubraum von bis zu 125 ccm, einer Motorleistung von nicht mehr als
11 kW, bei denen das Verhältnis der Leistung zum Gewicht 0,1 kW/kg nicht übersteigt, fahren.

Die Fahrerlaubnis der Klasse B mit der Schlüsselzahl 196 berechtigt nur zum Führen der entsprechenden Fahrzeuge im Inland.

Eine Aufstiegsprüfung auf die Klasse A2 und A ist nicht möglich.

Es ist kein Erste-Hilfe-Schein und Sehtest nötig.